Regensburg koordiniert ForBIMed Forschungsverbund (03/2014)

Mit Hilfe von Biomarkern soll eine schnellere Diagnose und gezieltere Behandlung von Infektionskrankheiten möglich werden. Von der Universität Regensburg aus wird der Forschungsverbund innerhalb der Bayerischen Forschungsstiftung koordiniert.

Biomarker sind charakteristische biologische Merkmale wie Gene, Eiweißstoffe oder andere Moleküle, die auf einen krankhaften Prozess oder eine Infektion hinweisen können. Koordiniert wird das Projekt ForBIMed (Forschungsverbund BIomarkerMedizin) von Prof. Dr. Ralf Wagner von der Universität Regensburg. Gemeinsam mit sieben bayerischen Lehrstühlen und zehn Unternehmen testet er, welche Marker sich hierfür eignen und wie sie sich einsetzen lassen. Zum Beispiel sollen die Biomarker helfen, schnell zwischen einer bakteriellen und einer viralen Infektion, zu unterscheiden und so aufwendige, langwierige Untersuchungen ersetzen. Daneben stellt die Resistenzbestimmung von Bakterien und Pilzen eine wichtige Aufgabe dar. Auf die Diagnose mit Biomarkern aufbauend, ist die Entwicklung von Impfstoffen und Medikamenten ein Hauptanliegen des Verbundes. Neben den Hochschulen sind 10 Unternehmen, darunter die im BioPark Regensburg ansässige Lophius Bioscienes GmbH an dem Projekt beteiligt. Das Gesamtvolumen des Verbundes beträgt 3,4 Millionen Euro. Zusätzlich zu den 1,8 Millionen Euro der Bayerischen Forschungsstiftung steuern die zehn Industriepartner Geld bei.

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