Dritter Workshop zur Gesundheitswirtschaft (10/2016)

(Nr. 174) Rund um das Thema „Alternde Gesellschaft“ und die damit verbundenen Herausforderungen ging es in der inzwischen dritten Veranstaltung der Workshop-Serie zur Entwicklung eines „Masterplan Gesundheitswirtschaft“ für die Region Regensburg.

Die im Dezember 2015 präsentierte Standortanalyse zur Gesundheitswirtschaft in der Region Regensburg, welche die Stadt Regensburg über die BioPark Regensburg GmbH in Auftrag gegeben hatte, zeigt die Chancen und Potenziale für Stadt und Region in diesem Wachstumsbereich auf (siehe auch Pressemitteilung Nr. 162). Eine der Handlungsempfehlungen in der Standortanalyse war die Erstellung eines „Masterplanes Gesundheitswirtschaft“ für Regensburg und die Region. Dieser soll strategische Ziele und konkrete Maßnahmen enthalten, mit denen die Branche in der Region gezielt weiter entwickelt werden soll.
 
„Um für den Masterplan die inhaltlichen Eckpfeiler in den verschiedenen Themenbereichen zu setzen, haben wir eine Workshop-Serie aufgesetzt“, erläutert Dr. Thomas Diefenthal, Geschäftsführer der BioPark Regensburg GmbH, wo am Dienstag, dem 18. Oktober, nun der inzwischen dritte Workshop stattgefunden hat. Gemeinsam mit den Experten der verschiedenen Akteure in der Gesundheitswirtschaft in Regensburg und der Region sollen in den Workshops die Inhalte des Masterplans erarbeitet werden.
 
Nachdem im ersten Workshop Ende Juli die Themenbereiche „Zelltherapie und Onkologie“ im Mittelpunkt standen (siehe auch Pressemitteilung Nr. 171) und es im zweiten Workshop Anfang September um die Felder „Digitalisierung / E-Health / Telemedizin / Medizintechnik“ ging (siehe auch Pressemitteilung Nr. 172), widmete sich der jetzige Termin dem Thema „Alternde Gesellschaft“. Wieder kamen Vertreter aus Uniklinikum und den verschiedenen Krankenhäusern, Hochschulen und Forschungseinrichtungen sowie Politik und Verwaltung zusammen, um gemeinsam ihr Zukunftsbild zu diskutieren und abzustimmen, wie man in Regensburg und der Region die Herausforderungen, die mit einer immer älter werdenden Bevölkerung verknüpft sind, bewältigen kann.
 
Im Workshop reichte die Themenspanne von der Behandlung über die Pflege bis hin zu Wohnen und Mobilität. Unter den Vorzeichen des demografischen Wandels, sowie eines sich abzeichnenden  Ärztemangels in den ländlichen Gebieten, gilt es im Masterplan Gesundheitswirtschaft aufzuzeigen, wie sich Regensburg und die Region hier für die Zukunft aufstellen wollen. Bereits in den Interviews für die Standortanalyse hatten die befragten Akteure deutlich gemacht, dass Regensburg Modellregion für die Versorgung einer immer älter werdenden Bevölkerung sein kann.
 
„In den Workshops wollen wir vor allem auch gemeinsam die vielen Verknüpfungen und möglichen Synergien herausarbeiten, die zwischen den in der Standortanalyse identifizierten und im Masterplan vorgesehenen Handlungsfeldern und Querschnittsthemen bestehen – so zu Beispiel die Potenziale, welche sich durch Digitalisierung und E-Health im Bereich medizinische Versorgung und Pflege ergeben“, erläuterte Dr. Oliver Müller, Autor  der  Standortanalyse  und  Partner  im Bereich Pharma & Health bei der Detecon International GmbH, der mit seinem Beratungsteam die Workshops und den Prozess zur Entwicklung des Masterplans unterstützt. Detecon ist eine weltweit agierende Unternehmensberatung, die klassisches Management Consulting und ausgeprägte Technologie-Expertise vereint. Detecon ist als Tochter der T-Systems ein Teil der Telekom Gruppe und führt mit ihrer Expertise zum Thema digitale Transformation ihre Klienten durch den digitalen Wandel.
 
„Weiter geht es mit Workshops zu den Themen „Fachkräfte & Ausbildung“ im November sowie „Standortmarketing & Wirtschaftsförderung“ im Dezember“, beschrieb Thomas Diefenthal das weitere Vorgehen. „Unser Ziel ist es, im Herbst 2017 den fertigen Masterplan vorzustellen. Dieser soll einen Überblick über die Potenziale und auch erste Handlungsempfehlungen zu deren Nutzung beinhalten“, ergänzte Oliver Müller. Daran hat auch der Freistaat Bayern großes Interesse. Im Rahmen des Projekts „Förderung der Gesundheitswirtschaft in Regensburg / Cluster Gesundheitswirtschaft“ fördert der Freistaat Bayern die eigens hierzu geschaffenen zwei Stellen sowie Sachmittel für die ersten drei Jahre. Seit Anfang Oktober verstärkt hier Projektmanager Dr. Ilja Hagen das BioPark-Team (siehe auch Pressemitteilung Nr. 173).
Teilnehmer von links nach rechts : Daniela Drube (Detecon), Georgios Raptis (Ostbayerische Technische Hochschule, OTH), Roland Gerth (Stadt Regensburg), Kirstin Fragemann (Uniklinikum, UKR), Thomas Koch (Ärztenetz), Till Michels (UKR, RCI), Evelyne Wild (Stadt Regensburg), Steffen Schlee (Barmherzige Brüder), Thomas Diefenthal (BioPark), Annette Meussling-Sentpali (OTH), Karsten Weber (OTH), Rosemarie Rothe (UKR), Stephan Schiekofer (medbo), Michael Nerlich (UKR), Rupert Brenninger (medbo), Robert Seitz (Caritas), Ilja Hagen (BioPark), Oliver Müller (Detecon), Isabell Conrad (Detecon)
 
Weitere Informationen unter:
 

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