Forschung der DFG

FOR 2127 - Selektion und Adaption während der metastatischen Krebsprogression

Ziel der Forschergruppe ist die systematische Analyse der metastatischen Krankheitsprogression. Im Zentrum steht die Erforschung der evolutionären Prozesse, die zur frühen Koloniebildung und zum Auswachsen einer Metastase, aber auch zur Resistenzbildung gegen selektive Therapien führen. Wir wollen untersuchen, wie die Tumorzellen sowohl intrinsischen (cellular failsafe) wie auch extrinsischen, das heißt durch die Mikroumgebung ausgeübten Kontrollmechanismen bei der Metastasierung entgehen. Hierfür werden von den Projektpartnern zahlreiche Technologien bereitgestellt, die eine umfassende Analyse lege artis erlauben. Wir werden genomische, epigenomische und transkriptomische Veränderungen erfassen und in einen Zusammenhang mit dem zellulären Stammbaum der Krebsausbreitung setzen. 

GRK 1910 - Medical Chemistry of Selective GPCR Ligands

Etwa 30 Prozent der derzeit zugelassenen Arzneistoffe wirken über ihre Bindung an G-Protein-gekoppelte Rezeptoren (GPCR). Als biologische Zielmoleküle, die molekular basierte Ansatzpunkte zur Entwicklung innovativer Therapieprinzipien ermöglichen, sind GPCRs mit herausragenden Fortschritten auf dem Gebiet der Wirkstoffforschung verbunden. Die biologische Aktivität von GPCR-Agonisten und -Antagonisten wird durch mehrdimensionale Selektivitätsprofile bestimmt, die sich in erwünschten und unerwünschten Wirkungen von Arzneistoffen niederschlagen. Neben der Subtypselektivität schließt dies funktionelle Selektivität, Selektivität für GPCR-Konformationen, Rezeptordimere, allosterische Bindungsstellen, Orthologe und Mutanten ein. Neben der Aufklärung der molekularen Mechanismen werden Beiträge zur rationalen Entwicklung funktionell selektiver GPCR-Wirkstoffe für eine Therapie chronisch entzündlicher, kardiovaskulärer und ZNS-Erkrankungen oder für diagnostische Zwecke angestrebt.

GRK 2174 - Neurobiology of Emotion Dysfunctions

Das Graduiertenkollegs (GRK) 'Neurobiologie emotionaler Dysfunktionen' an der UR, bietet exzellenten deutschen und internationalen DoktorandInnen ein spezialisiertes, jedoch interdisziplinäres Ausbildungsprogramm mit hohem konzeptionellem und methodischem Anspruch. Die Forscher untersuchen an fokussierten Projekten ausgewählte neurobiologische Aspekte von gesundem und pathologischen Emotionalverhalten auf molekularer, zellulärer, genetischer, epigenetischer und neuroendokriner Ebene und ordnen die Ergebnisse im systemischen Kontext ein.

KFO 243 - Early Immunological Determinants of Late Transplant Outcome

In der KFO 243 „Early Immunological Determinants of Late Transplant Outcome“, kurz „ELITE“ arbeiten Wissenschaftler und Kliniker aus verschiedenen Abteilungen und Instituten am Universitätsklinikum unter der Leitung der Professoren Hans Schlitt und Edward Geissler (beide Klinik und Poliklinik für Chirurgie) eng zusammen. Sie untersuchen, wie die Immunprozesse vor allem in der Frühphase nach einer Transplantation ablaufen und wie dies mit dem langfristigen Erfolg der Transplantation zusammenhängt. Basierend auf diesen Untersuchungen sollen – in einer engen Vernetzung zwischen Klinik und Forschung – neue Behandlungskonzepte erarbeitet werden, die helfen, die Ergebnisse der Transplantation von Organen und Stammzellen zu verbessern.

KFO 262 - Der Tumormetabolismus als Modulator der Immunantwort und Tumorprogression

Thema der Klinischen Forschergruppe (KFO 262) ist "der Tumorstoffwechsel als Modulator von Immunantwort und Tumorprogression". Die Forscher haben sich das Ziel gesetzt, den in vielerlei Hinsicht stark veränderten Stoffwechsel von Tumorzellen und seinen Einfluss auf das Immunsystem des Patienten zu analysieren. So sollen konkrete therapeutische Angriffspunkte in den Stoffwechselwegen zur Hemmung des Tumorwachstums und der Reaktivierung des Immunsystems zu identifiziert werden.

SFB 699 - Strukturelle, physiologische und molekulare Grundlagen der Nierenfunktion

Ziel des SFB 699 ist es, durch Bündelung verschiedener Fachkompetenzen das Verständnis der Nierenfunktion auf molekularer, zellulärer und organintegrativer Ebene voranzutreiben, um damit eine verbreiterte Basis für das kausale Verständnis der Pathophysiologie der Niere und damit für Nierenfehlfunktionen und Nierenerkrankungen schaffen. Die einzelnen Teilprojekte des SFB 699 werden in Ansätzen angegangen, die sich jeweils vom Gen über das Protein, die Funktion in Zelle und Organ bis hin zur Funktion der Niere im intakten Organismus erstrecken. Die Brücke zur Pathophysiologie wird durch die Generierung und den Einsatz gentechnisch veränderter Tiere sowie durch die Analyse menschlichen Gewebes geschlagen.

SFB 924 - Molecular mechanisms regulating yield and yield stability in plants

Der Sonderforschungsbereich SFB 924 vereinigt Experten aus verschiedenen biologischen Forschungsbereichen die mit Hilfe von Hochdurchsatzmethoden und mit Unterstützung aus den Gebieten der Bioinformatik und Proteomik molekulare Mechanismen aufdecken, die zur Ertragsbildung und zur Ertragsstabilität bei Pflanzen beitragen. Die Forschung der beteiligten Gruppen fokussiert sich auf die Mechanismen, die den Befruchtungserfolg und sowohl quantitative als auch qualitative Aspekte der Samenbildung regulieren (Ertragsregulation). Der zweite Projektbereich konzentriert sich auf diemolekularen Mechanismen, welche die Interaktionen der Pflanzen mit ihrer abiotischen und biotischen Umwelt kontrollieren (Ertragssicherung).

SFB 960 - Die Bildung von Ribosomen: Grundlagen der RNP-Biogenese und Kontrolle ihrer Funktion

Proteine und Ribonukleinsäuren bilden in lebenden Zellen zusammen eine große Anzahl makromolekularer Komplexe, die Ribonukleoproteinkomplexe (RNPs) genannt werden. Viele von ihnen wirken zusammen als wichtige Faktoren in einer Vielzahl biologischer Netzwerke. Fehlerhafter Zusammenbau oder Fehlfunktionen von RNPs haben oft drastische Störungen von zellulären Funktionen oder Krankheiten zur Folge. Deshalb entwickelt sich die Forschung zur Assemblierung und Regulation von RNP-Funktion zu einer zentralen Thematik der modernen Lebenswissenschaften. Im Sonderforschungsbereich sollen ineinandergreifende Prozesse, die für die Entstehung reifer Ribosomen notwendig sind, analysiert werden und mit entsprechenden Vorgängen, die zur Entstehung anderer RNPs wichtig sind, verglichen werden. Dabei stehen Interaktionen mit RNAs oder mit anderen RNPs, die zur Entstehung von RNPs oder zur Kontrolle der RNP/Ribosomen-Aktivität bedeutend sind, im Vordergrund.

FOR 1075: Regulation und Pathologie von homöostatischen Prozessen der visuellen Funktion

An der Universität Regensburg werden in einem fachübergreifenden, multidisziplinären Ansatz diese Systeme erforscht, um die Ursachen für eine fehlerhafte Funktion bei zur Erblindung führenden Netzhauterkrankungen aufzudecken und neue Therapiekonzepte zu erarbeiten. Beteiligt sind Arbeitsgruppen aus insgesamt drei Fakultäten der Universität Regensburg wie der Naturwissenschaftlichen Fakultät III (Anatomie), der Medizinischen Fakultät (Augenheilkunde, Humangenetik, Neurologie) und der Philosophischen Fakultät II (Psychologie).